|
|
Beobachtungshinweise |
| Venustransit 8. Juni 2004 | ||||||||||||
| ||||||||||||
|
An dieser Stelle möchten wir nochmals darauf hinweisen, daß eine Beobachtung der
Sonne ohne ausreichenden Schutz zu bleibenden Schäden des Auges führt. Deshalb
bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, das Ereignis durch unseren für
Sonnenbeobachtungen ausgerüsteten Refraktor zu verfolgen. Zwischen
7 Uhr und 14 Uhr wird die Sternwarte bei schönem
Wetter besetzt sein, so daß wir auch ausreichend Zeit haben werden, neben dem
Venustransit Sonnenflecken und Protuberanzen zu beobachten. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von astro!info und Jürgen Giesen.. | ||||||||||||
| Marsopposition 2003 | ||||||||||||
![]() |
||||||||||||
| Im Jahr 2003 kommt es zu einer sogenannten Perihelopposition des Mars.
Von der Opposition eines Planeten spricht man dann, wenn die Erde zwischen der Sonne und
dem Planeten steht (siehe unten), der Planet sich also am Himmel an einer Position befindet, die
entgegengesetzt zu der Position der Sonne liegt. Folglich können nur die
äußeren Planeten eine Oppositionsstellung erreichen. Dabei durchlaufen sie
projiziert auf den Hintergrund der Sterne im Zeitraum vor und nach ihrer Opposition
- während sie also von der Erde überholt werden - eine sogenannte
Oppositionsschleife.
Diese ist in der oben eingeblendeten Grafik bei Mars sehr schön zu erkennen. Die rote
Linie repräsentiert dabei den Zeitraum von etwa Anfang Juni (rechts) bis Ende
November (links). Fuer den gleichen Zeitraum sind auch die Positionen der Planeten Uranus
und Neptun eingezeichnet. Sie durchlaufen in dieser Zeit den "rückläfigen"
Teil (von links nach rechts) ihrer Oppositionsschleifen. Während es bei Uranus und Neptun
jedes Jahr zu einer Opposition kommt (Neptun: 4. Aug 2003, Uranus: 24. Aug. 2003), tritt sie bei
Mars aufgrund seiner kurzen Umlaufzeit um die Sonne nur etwa alle 26 Monate ein.
Die Bilder unten zeigen die Orbits der Planeten Mars und Erde um die Sonne. Die grünen Kreise liegen in der Ekliptik mit einem Abstand von 0.2 AE zueinander. Man kann erkennen, daß die Erdbahn sehr gut durch einen Kreis mit einem Radius von 1 AE beschrieben werden kann. Die Marsbahn hingegen besitzt eine höhere Exzentrizität. Am untersten Punkt der beiden Bahnen stehen Erde und Mars bei der Marsoppositon am 28. August 2003. Man kann erkennen, daß sich Mars dabei nahe seines sonnennächsten Punktes (Perihel) befindet und so die Distanz zwischen Erde und Mars nur etwa 56 Millionen Kilometer beträgt. Käme es zu einer Aphelopposition (oben im Bild) so wäre die Entfernung ca. doppelt so groß. Die größte Annäherung findet etwa einen Tag vorher am 27. Aug. 2003 statt. Dies ist durch die elliptischen Bahnen bedingt. Genaue Rechnungen zeigen, daß uns Mars seit der letzten Eiszeit noch niemals so nahe gekommen ist (1924 aber nur um einige 10.000 km schechter). Dies liegt an der zeitlichen Veränderung der Bahnen. Das Marsscheibchen wird uns also in diesem Jahr besonders groß (25.1 Bogensekunden) und hell (-2.9 mag) erscheinen. Jupiter erreichte während seiner Opposition im Februar 2003 eine etwas geringere Helligkeit (-2.6 mag) und einen scheinbaren Durchmesser von 45.5 Bogensekunden. Da sich das Perihel und somit auch die Oppositionsstellung 2003 von Mars deutlich unterhalb der Ekliptik befindet (siehe Bilder) und außerdem die Ekliptik im Sternbild Wassermann selbst keine hohe Deklination erreicht, wird Mars bei seiner Opposition in Wertheim nur etwa 25 Grad über den Horizont steigen. Dadurch wird der Einfluß der Luftunruhe erheblich wahrzunehmen sein. | ||||||||||||
![]() |
||||||||||||
| Ephemeriden und eine Darstellung der Marsoberfläche für beliebige Zeiten findet man hier: | ||||||||||||
| Partielle Sonnenfinsternis am 31. Mai 2003 | ||||||||||||
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von astro!info. |
||||||||||||
| Totale Mondfinsternis am 16. Mai 2003 | ||||||||||||
|
Wieder einmal findet eine Totale Mondfinsternis in den "frühen Morgenstunden" statt.
Ab 3h05m24s beginnt der Vollmond in den Halbschatten der Erde einzutreten (ein virtueller
Beobachter an der in den Halbschatten eingetretenen Stelle auf dem Mond sähe eine partielle
Sonnenfinsternis, die mit zunehmendem Eintritt in den Halbschatten immer weiter voranschreiten
würde). Während der Eintritt in den Halbschatten kaum merkbar für uns abläuft,
d.h. sich bestenfalls durch eine leichte Verdunklung des Mondes bemerkbar macht, verliert der
Mond ab 4h02m48s beim Eintritt in den Kernschatten unseres Heimatplaneten nach und nach seine
Vollmondgestalt (der virtuelle Beobachter auf dem Mond würde Zeuge einer totalen
Sonnenfinsternis). Immer mehr Krater und Maria werden nicht mehr direkt von der Sonne beschienen,
sondern nur noch von dem Licht, das von der Erdatmosphäre in den Kernschatten hineingelenkt
wird. An dieser Stelle sei angemerkt, daß hauptsächlich rotes Licht in den Kernschatten
gelangt (vgl. Sonnenauf-, und Sonnenuntergänge!). Der Kernschatten taucht den Mond dann ab
5h13m46s ca. eine Stunde lang bis 6h06m28s vollständig in ein kupferfarbenes Licht.
Die Mitte der Totalität wird um 5h40m07s Uhr erreicht, d.h. der Mond befindet sich zu diesem
Zeitpunkt am tiefsten im Kernschatten. Wie hell uns der Mond dabei erscheint, hängt neben
geometrischen Faktoren von den Bedingungen in der Erdatmosphäre ab. Eine stark verschmutzte
Atmosphäre, wie z.B. nach Vulkanausbrüchen, läßt nämlich deutlich weniger Licht
passieren. Unglücklicherweise geht einerseits der Mond bereits um 5h44m, also kurz nach der
Mitte der Totalität, unter, so daß der Austritt des Mondes aus dem Erdschatten nicht mehr
verfolgt werden kann und andererseits hellt die Sonne etwa eine Stunde vor ihrem Aufgang um 5h36m
den Himmel doch schon beträchtlich auf. Durch diese Konstellation wird es bei guter
Horizontsicht allerdings möglich sein, die Stellung aller drei beteiligten Himmelkörper
- Erde, Mond und Sonne - zueinander zu sehen. Der Vollständigkeit halber sei hier noch
angemerkt, daß der Mond bis 7h17m26s wieder aus dem Kern-, und bis 8h14m52s aus dem
Halbschatten austritt. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von astro!info. |
||||||||||||
| Merkurtransit am 7. Mai 2003 | ||||||||||||
![]() |
||||||||||||
| Der Planet Merkur ist wegen seiner Sonnennähe normalerweise nur sehr schwierig zu beobachten. Am 7. Mai bietet sich aber eine ganz besondere Gelegenheit ihn aufzufinden. Da sich Merkur an diesem Tag zwischen Erde und Sonne hindurchbewegt, zeichnet er sich als schwarze, kreisrunde Scheibe auf der Sonnenoberfläche ab. Der letzte für Mitteleuropa beobachtbare Merkurtransit fand übrigens im Jahre 1973 statt. | ||||||||||||
| ||||||||||||
|
An dieser Stelle möchten wir nochmals darauf hinweisen, daß eine Beobachtung der
Sonne mit nicht ausreichend schützenden optischen Geräten zu bleibenden Schäden
des Auges führen kann. Deshalb bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit
das Ereignis durch unseren für Sonnenbeobachtungen ausgerüsteten Refraktor zu
beobachten. Zwischen 7 Uhr und 13 Uhr wird die Sternwarte bei schönem
Wetter besetzt sein, so daß wir auch ausreichend Zeit haben werden, neben dem
Merkurtransit Sonnenflecken und Protuberanzen zu beobachten. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von astro!info. | ||||||||||||